Copyright: VS Weilersbach 2011SchullebenPflanztag auf Burg FeuersteinPassend zum Thema Wald im Fach Heimat- und Sachunterricht, wurden wir von Burg Feuerstein aus zu einem gemeinsamen Pflanztag mit 6 weiteren Klassen aus dem Landkreis Forchheim eingeladen. Gut organisiert, wurden wir am 25.10.2011 von einem Förster auf Burg Feuerstein in Empfang genommen. Schon ging es los in den Lebensraum Wald. Hier warteten vier verschiedene Waldstationen auf uns. Der Förster testete bereits auf dem Weg zur Station 1 unser Vorwissen zu verschiedenen Baumarten und den Stockwerken des Waldes. Alle Kinder waren voll dabei und auch wenn wir den Feldahorn nicht vom Bergahorn unterscheiden konnten, so wussten doch alle Kinder, dass es sich um den Laubbaum Ahorn handelte. Sie erklärtem dem Förster natürlich sofort woran sie den Baum erkannten. Na wissen sie es? – Richtig, an den handförmigen Blättern und natürlich an den beliebten Früchten „Nasenzwicker“. Nach dem kurzen Ausflug durch die verschiedenen Baumarten kamen wir zur ersten Station.Station 1: InsektenMit Hammer und Meisel ausgestattet ging es aufSchatzjagt. Wer findet unter der Rinde vongefällten Bäumen Insekten? Klar waren alle mitEifer dabei und wurden natürlich fündig, wennauch nicht immer unter der Rinde, sondern auchin der Moosschicht. Sobald ein Insekt in Sichtwar, wurde es vorsichtig eingefangen und in einLupenglas gegeben. Wie kleine Schätze wurdendiese im Anschluss zur gegenseitigenBewunderung herumgereicht. Der Förster halfbei der Bestimmung des Insektes. Dies war nichtimmer einfach, denn es waren auch Larvendabei. Gefunden wurden Waldameisen,Regenwürmer, Tausendfüßler, Hirschkäfer undvieles mehr.Station 2: ErdeHier war wahrer Köpereinsatz gefragt. Der Försterklopfte ein Rohr in den Waldboden. Kaum war diesgeschafft musste er dieses auch schon wiederherausdrehen. Nun konnten wir es sehen! DasRohr war an der einen Seite offen und wir konntendie verschiedenen Schichten des herausgedrehtenWaldbodens sehen. Dabei stellten wir fest, dass nurein paar Zentimeter wirklich Erde waren, bzw. sehrlehmige Erde, die restlichen Zentimeter warenSchichten aus Kalksteinen. Jeder Schüler durftesich einen Brocken nehmen und die Erde mit denHänden kneten. Die Kinder verglichen diese sofortmit Knetmasse. Der Förster stimmte ihnen zu underklärte im Anschluss, dass aus den Kalksteinchenin ca. 500 Jahren 5 Zentimeter lehmiger Erdbodenentstehen wird. Trotz des schönen Wetters fröstelten bereits dieersten Kinder und wir machen unsere erste Pauseam Lagerfeuer. Dieses war natürlich besonderseinladend und die Kinder waren begeistert…wolltenjedoch sofort wissen was es mit dem Feuer auf sichhat, schließlich hatten sie gelernt, dass man keinFeuer im Wald machen darf. Der Förster zeigteihnen die angelegte Feuerstelle und erklärte denUnterschied. Kaum war dies geklärt genossen alledie Wärme des Lagerfeuers.Nach zehn Minuten Pause kam ein zweiter Försterund lud uns zu ein paar Wienern ein. Diese gab esleider nicht am Feuer sondern im Aufenthaltsraumvon Burg Feuerstein. Schweren Herzens verließendie Kinder das Lagerfeuer, aber die Aussicht auf einpaar warme Wiener war dann doch zu verlockend.Frisch gestärkt, nach unserer „Doppeltpause“, ging es auf zur nächsten Station.3. Station: AuslichtenJeder wurde mit Säge, Schutzbrille undHandschuhen ausgerüstet. Nun ging es quer Feldein in den Wald. Der Förster zeigte den Schülernmit Bändchen markierte Bäume, welche sie fällendurften. Mit großem Tatendrang waren besondersdie Jungs am Werk und freuten sich riesig demeinen oder anderen Mädchen noch helfen zudürfen. So konnte man die Säge noch ein weniglänger in Händen halten und „Baum fällt“ rufen. 4. Station: Bäume pflanzenZum krönenden Abschluss durfte jedes Kind einen eigenen Baum pflanzen. Dieser wurde in bereits vorgebereiteten Pflanzlöchern gesetzt und anschließend mit einem Namensschild des jeweiligen Schülers versehen. Hier konnten wir nochmal die verschiedenen Baumarten wiederholen und am Ende noch einen gemeinsamen Klassenbaum mit dem Förster pflanzen. Hierbei handelte es sich um einen wertvollen Baum, eine Elsbeere, der offizielle Baum des Jahres 2011.